Honda Spirit holt sich 5. GTC Titel!

In der verrückten 23.GTC Saison war der amtierende Meister von Honda Spirit das Maß aller Dinge. Von den 6 Rennen gewannen die Hessen gleich drei und bei allen anderen Rennen stand man auf P2 des Siegerpodestes. Auch wenn der Finallauf Corona bedingt abgesagt werden musste, hatten die Gegner sich kaum Chancen ausgerechnet die #22 noch abzufangen. 40 Punkte Vorsprung von Honda Spirit war schon eine Hausnummer.

Doch so eindeutig wie der Meisterschaftsstand es abbildet war die Saison nicht. Honda Spirit hatte auch eine Menge Glück. Beim Saisonstart in Belleben verlor man eine Menge Boden nach einem Defekt am Starterseil, doch nutzen wollte bzw. konnte das keiner der Gegner. Gleich 5 Mannschaften freuten sich über eine Führung um kurze Zeit später ebenfalls mit technischen Problemen zu stranden. Wenn keiner so richtig will, gewann eben doch Honda Spirit.

Auch beim zweiten Aufeinandertreffen in Wittgenborn dominierte zunächst eine andere Mannschaft. Der MSC Oberflockenbach schien alles im Griff zu haben, nach 2 Laufsiegen am Samstag. Am Tag darauf handelte man sich eine fette Zeitstrafe wegen Untergewicht ein und schwubs, Honda Spirit hatte schon wieder gewonnen.

So ging es nach Oppenrod und das gebrauchte Chassis der #22 wollte nicht mehr so richtig. Obwohl man ein flammneues Kart in der Garage hatte, verzichtete man auf eine Jungfernfahrt mit dem neuen Teil und kramte aus der Scheune eines Fahrers ein altes Chassis aus dessen RMC Zeit aus.

Viele Teams schonten ihr eigentliches 2020er Material ob der Ungewissheit, ob es überhaupt zu einer adäquaten Meisterschaft kommen würde und wollen dies nun in der nächsten Saison einsetzen. Die Folge, die Youngtimer hatten schon arg gelitten und verweigerten mitunter den Dienst. So auch bei den Hausexperten, die in Oppenrod am Freitagabend auf gleich zwei Chassis mit Rahmenbruch schauen mussten. Man briet zusammen was ging und hoffte das die fliegende Schweißnaht hält. Und sie hielt. Und wie! Die #50 feierte ihren ersten GTC Gesamtsieg überhaupt und hatte die versammelte GTC Gemeinde 12h lang mehr oder weniger im Griff. Dies brachte den Hessen dann auch die verdiente Vice-Meisterschaft ein, hinter Honda Spirit, die in Oppenrod auf P2 ins Ziel liefen.

2020 musste man nicht unbedingt der schnellste sein um den Titel zu holen, Konstanz war gefragt und eine Portion Glück. Dies kann man dem schnellsten Team des Jahres gerade nicht nachsagen. Der MSC Oberflockenbach setzte Speedmäßig neue Maßstäbe. Die #34 flog geradezu durchs Feld. In Beleben schenkte man der Konkurrenz erstaunliche 0,5 Sekunden pro Runde ein. In Wittgenborn waren es 3 Zehntel und auch in Oppenrod war man immer vorne mit dabei. Dazu durfte man bei jedem Rennen von der Pole aus starten. Doch bei einer Kurzsaison kann man Rückschläge wie Kette und Kettenblatt in Belleben, Untergewicht in Wittgenborn und eine defekte Spurstange in Oppenrod unmöglich aufholen, zumal der Marathon zweimal rund um die Uhr in Wackersdorf in diesem Jahr fehlte. So blieb am Ende für das Erfolgsverwöhnte Team aus dem Odenwald Rang 3 in der Meisterschaft.

Die Überraschung des Jahres? Neben den Hausexperten, eindeutig die Mann Filter RBM Truppe um Rene Behtke. Erstaunlich wie schnell die relativ neue Mannschaft Anschluss an die Spitze der GTC gefunden hat. 2018 eingestiegen, 2019 mit zwei Mannschaften am Start und 2020 bereits mit einem Team in der Top-Klasse vertreten. Die Eifelaner waren aber nicht nur dabei, sondern Mittendrin. Gleich 2 x Rang 2 in Belleben (3h) und Wittgenborn (6h) dazu die schnellsten Rennrunden in Oppenrod und 1 x in Wittgenborn, am Ende P4 in der Meisterschaft. So schnell gelang es noch keiner Mannschaft sich in die GTC Spitze zu fahren. Zum ersten Sieg fehlt nur noch ein wenig mehr Gelassenheit. Immer wenn die 006 in Führung liegt, steigt die Nervosität und es schleichen sich in Folge kleine Fehler ein. Doch das ist ein schnell abzustellendes Übel, womit der erste Gesamtsieg dann in greifbarer Nähe liegt.

Platz 5 in der Meisterschaft geht dann an das Messebau Racing Team. P2 beim Auftakt war gleich ein Ausrufungszeichen. Ein Startverzicht am darauffolgenden Tag (Bremsprobleme) dann gleich der Tiefpunkt. Mit Rang 4 in Oppenrod gab es dann so etwas wie einen versöhnlichen Abschluss der Saison.

Auch KSR benötigte etwas Anlauf in das „Corona-Jahr“ Ab Wittgenborn lief es dann besser (P3 & P4)

Ein technisches Problem vermasselte dann in Oppenrod eine Top-Platzierung.

Dahinter auf P7 das WGKC Mach1 Team. Klasse Auftakt im Rennen 1, Durchhänger in Wittgenborn und zum Schluss nochmal mit P4 gezeigt, wie es laufen kann, wenn alles passt.

Da der KSF Bosch und ATW Racing nicht die komplette Saison bestritten folgen auf den Plätzen 8-10 dann die besten Trophy Teams., angeführt von den Cool Runnings. Doch das ist dann eine andere Geschichte.

Trotz dieser komischen „Masken-Saison“ waren doch alle Beteiligten froh, das man mit einem anständigen Feld zumindest 6 Langstreckenrennen fahren durfte. Viele Neueinsteiger waren dabei und alle sind von der Hoffnung getragen, dass es im nächsten Jahr wieder wesentlich besser wird und sogar die eine oder andere GTC-Party wieder steigen kann.