Erster Gesamtsieg für BPR Racing beim 9h Rennen von Hahn!

Man kann einfach nur ins Schwärmen geraten bei den diesjährigen GTC Rennen. Mehr als ein Dutzend Sieganwärter, knallvolles Starterfeld (48 Teams) Ultra spannende Rennverläufe, Wetter-kapriolen und natürlich die üblichen Glücksmomente und Dramen die die großen Langstreckenschlachten eben ausmachen. All das gab es auch beim 2.GTC Lauf der Saison, den 9h von Hahn.

13321915_612841222205635_3213647493890742989_nUnd dann noch so eine Startphase! Zwei Mädels bestimmten das Tempo in der ersten Rennstunde. Eine Augenweide wie Mareike Macherey (BPR-Racing) und Charlotte Wilking (H&R Pergande Racing) nicht nur das Feld anführten, sondern auch versuchten „gemeinsame Sache“ zu machen um sich von den Verfolgern abzusetzen. Bei der Leistungsdichte allerdings eine fast unmögliche Aufgabe.

Nach der 1.Stunde sah man dann die Top-10 innerhalb von 6 Sekunden! Weitere 15 Teams hielten sich noch in der Runde des Führenden.  Mit Startschwierigkeiten die Jungs von Messebau Racing Team. Aus der Boxengasse dem Feld hinterhergeeilt, kämpfte man vergeblich Anschluss zu halten. Wo war deren Speed hin? Im letzten Jahr noch 2 Zehntel vor dem Rest der Welt, in diesem Jahr 9 Zehntel Rückstand. Ein Motorschaden nach 7 Stunden beendete dann die frustrierende Vorstellung der Sinsheimer. Überraschend dagegen die Fahrt des Tabellenführers Honda Spirit. Trotz 10Kg Zuladung hielten sie immer Kontakt zur Spitzengruppe. Glück hatten die Hessen (wie 4 weitere Teams) gleich 13346940_612836898872734_7895415013367586343_nnach dem ersten Boxenstopp. Durch eine wahre Fehlerkette wurde anstatt einer Stop&Go, bei der man 1 Runde verliert, nur eine 10 Sekunden Strafe für eine Fahrtzeitüberschreitung verhängt. Der „Aufruhr“ der Konkurrenten legte sich aber bald, auch Sportwarte sind Menschen die Fehler machen. Honda Spirit nahm dieses Geschenk erstmal an, galt lange (trotz 10Kg) als Siegkandidat bis eine erneute Fahrtzeitüberschreitung die Hessen endgültig aus dem Kreis der Sieganwärter eliminierte.

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Nach 4 Rennstunden hielt H&R Pergande die Spitze vor Oberheiden Motorsport, ATW Racing dem WGKC aus Stuttgart (von der Pole gestartet) und dem CARTteam.de. Es folgten BPR Racing, die Hausexperten, Cool Runnings und die Hausexperten.de III Alle mit besten Chancen auf den Sieg, wobei H&R, Oberheiden Motorsport und der WGKC eindeutig die Pace vorgaben. Alle anderen versuchten einfach nur dran zu bleiben. Für eine echte Attacke fehlten den Verfolgern 1-2 Zehntel bei der Rundenzeit.

Kein Drama, selbst mit 3-5 Zehntel Rückstand pro Runde ist längst nichts verloren. Alle versuchten in der Runde des Führenden zu bleiben um dann die Gegner bei der Boxenstrategie auszutricksen. Die auf Regen hofften (wie ATW Racing) wurden bald erhört. Während rund um Hahn die schwersten Gewitter für Land unter sorgten, blieb man auf der Rennstrecke bisher verschont. Doch nach 5 Stunden öffneten sich auch hier die Schleusen. Trotzdem wurde gepokert und viele blieben auf Slicks. Darunter auch BPR Racing aus Osterburken. Zunächst sah es danach aus das die Slicks-Fraktion mal so richtig ins Klo gegriffen hätte.  Als aber die Blitze in der Nähe einschlugen, musste das Renngeschehen unterbrochen werden. Nach 45 Minuten ging es dann weiter. Ein Blick in den Himmel zeigte schnell, dass die Teams mit den Regenreifen einfach nur Pech hatten. Überall blauer Himmel. Es war nur eine Frage der Zeit bis man mit Slicks besser bedient war. Dazu kamen etliche Pace-Kart Phasen die ein aufholen unmöglich machten. Fast alle nutzen dann auch eine dieser Phasen um wieder die Slicks aufzuziehen.

Dies brachte nun BPR Racing komfortabel an die Spitze. Nutznießer waren auch die Hausexperten (P4) und die Motorsportanlage (P6) Noch aber waren 90 Minuten zu fahren. Bei ATW Racing war der Tank zu früh leer. Man versuchte sich bis zur letzten Stunde durchzuhangeln um dann ins Ziel zu fahren. So aber   war 70 Minuten vor Schluss alles staubtrocken. Tanken und noch ein weiterer Stopp zum Fahrerwechsel. Eine Boxendurchfahrt zu viel für den Gesamtsieg. Die Hausexperten.de (wann waren die zuletzt so weit vorne dabei) waren derart motiviert, dass man noch eine Zeitstrafe wegen einer Kollision hinnehmen musste. Trotzdem konnte man die Spitze in der Trophy behaupten, fiel aber aus den Top-5 des Gesamtklassements heraus.

13336001_612842865538804_7810410561634884769_nNun war es an H&R Pergande und Oberheide Motorsport die enteilte BPR Mannschaft noch einzufangen.  Obwohl man schneller unterwegs war reichte es aber nicht. Ohne eine weiter Pace-Kart Phase hatten die Verfolger keine Chance. So sicherte sich BPR Racing ihren ersten GTC Gesamtsieg dank einer riskanten Strategie und hatte das nötige Quäntchen Glück dabei. H&R Pergande Racing und Oberheiden Motorsport belegten die Ehrenplätze und machten damit ihren verpatzten Saisonauftakt wieder wett. ATW Racing auf P4 (59 Sek. zurück) haderte etwas mit dem Schicksal, sichert sich aber den 3.Meisterschaftsrang nach 2 Läufen. Die Tabellenspitze behält Honda Spirit, die als 5. ins Ziel kamen, teilen sich aber die Tabellenführung nun mit BPR Racing.

13339695_1198418830209749_6271835171690436680_nPlatz 6 geht dann an die Hausexperten Mannschaft mit der Startnr.8 noch vor dem WGKC aus Stuttgart, dem eine Zeitstrafe wegen Untergewicht zum Verhängnis wurde. Ein Starkes Rennen zeigten auch Cool Runnings bis man die Hinterachse richten musste. Trotzdem reichte es zu P8. Auf dem 9.Rang dann die beste Mannschaft der Schnitzelalm. Erneut waren es die Rookies von KSR by Schnitzelalm die die Kohlen aus dem Feuer holen mussten (durften) Ganz starkes Ergebnis für das BEBA-Cup Team. Beim letztjährigen BEBA-Cup Meister der Motorsportanlage.de by KSF Bosch war man ebenfalls zufrieden. Platz 10 erreicht man auch nicht alle Tage in diesem stärksten GTC Feld seit Jahren.

 

Und die anderen Top-Teams?

Der amtierende Meister, die Scuderia Nove Rosso, kam nicht in Schwung. Es fehlten 9 Zehntel zu den Top-Zeiten. So etwas kommt vor und trotzdem kann dann noch eine Top-10 Platzierung dabei rauskommen. Die #9 allerdings durfte 1 Minuten wegen Untergewicht ausfassen. Zuviel für die Top-10

Shark Endurance Racing.
Alles was schiefgehen konnte ging schief. Gleich 3 dicke Zeitstrafen sind einfach zu viel für eines der erfahrensten GTC Teams. Kopf hoch Jungs, es kommen auch wieder bessere Tage.

Schnitzelalm Racing
Man hadert mit der Technik. Man versucht alles bis aufs letzte auszureizen um den Speed mitgehen zu können und läuft in technische Probleme. Die #11, immerhin P6 bei den schnellsten Rennrunden, kostete eine defekte Kupplung ein besseres Ergebnis (P18). Dazu gab es eine Zeitstrafe wegen Untergewicht. Bei der #111 erst ein Motorwechsel und dann noch eine Zeitstrafe (P31)

Die90
Genau wie die Messebauer. Erst keinen Speed gefunden und dann ein Triebwerk verloren. Beide Teams packten frühzeitig zusammen.