Erneut starke GTC Saison 2016

Es ist und bleibt erstaunlich. Auch in der 19.ADAC-GTC Saison gab es einen neuen Rekord. Durchschnittlich starteten 45,3 Teams bei jedem der 8 Langstreckenrennen 2016 und damit nochmals ein Team mehr als im Vorjahr.

Da auch die Leistungsdichte ern14202632_657382451084845_48584184224596979_n (1)eut zugenommen hat, ist es noch schwieriger geworden die Meisterschaft zu gewinnen. 81 Rennstunden, aufgeteilt auf 8 Rennen, standen auf dem Programm.

Start-1Um einen Lauf zu gewinnen benötigt es schon einer überragenden Leistung ohne jeglichen Fehler oder technische Probleme. Stimmt dann der Speed nur einigermaßen, winkt die oberste Stufe des Siegerpodests. Um die Meisterschaft zu gewinnen sollte dies bei jedem der acht Rennen gelingen. Eigentlich unmöglich, aber wie es das Jahr 2016 zeigte, sollten die Ausrutscher und Probleme sich deutlich in Grenzen halten. Beendet man nur ein Rennen außerhalb der Top-10 wird es aber schwierig.

14632903_675587959264294_6275516428540489385_nSo strauchelten gleich zu Beginn der Saison zwei Meisterschaftsfavoriten. H&R Racing (P24) und Oberheiden Motorsport (P16) beklagten einen Auftakt zum vergessen während Honda Spirit mit einem Sieg in Oppenrod die Tabellenspitze übernahm. Beim nächsten Lauf verabschiedeten sich zwei weitere Titelkandidaten. DG Racing by Messebau (P43) und der Vorjahresmeister der Scuderia Nove Rosso (P13)

13876126_639700129519744_3569073587613361688_nBPR Racing gewinnt in Hahn und ist nun punktgleich mit Honda Spirit an der Tabellenspitze. Nur, der Hahn Sieger patzt beim nächsten Lauf (P29) wie erneut die Scuderia Nove Rosso (P27) DG Racing gewinnt den 3.Lauf und Honda Spirit hält nun die Tabellenführung wieder allein.

Es geht nach Jüterbog, dort wo vor 19 Jahren der GTC Auftakt stattfand.  Bereits nach wenigen Minuten steht der Tabellenführer nach einem Unfall in der Reparaturbox.  Mehr als P11 ist nicht mehr machbar. ATW Racing gewinnt nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder ein GTC Rennen und übernimmt die Tabellenführung. Und dann kommt das Saisonhighlight, das Bavarian 24h. Hier gelingt einer Mannschaft das unmögliche. Oberheiden Motorsport liefert ein Null-Fehler Rennen ab, hat keine zusätzliche Boxenstandzeit, fährt einfach immer an der Spitze während alle Verfolger nach und nach Federn lassen müssen. Selten gab es einen überzeugenderen Sieger beim Bavarian 24h. Mit P4 übernimmt Honda Spirit wieder die Tabellenführung da ATW Racing „nur“ auf P10 ins Ziel kommt.

 

Gesamtsieger #4

Beim Finale in Wittgenborn sieht man dann wieder erstaunliches. Gerade die Teams mit mehr als 100 GTC Rennen auf dem Buckel, begehen Anfängerfehler. Als ob keiner Meister werden will schwächeln alle Favoriten mehr oder weniger.  So gewinnt Honda Spirit, obwohl sie durchschnittlich 0,5 Sekunden auf die Spitze verlieren, einmal die Kette spannen müssen und dann noch eine Zeitstrafe kassieren (Tanken ohne Feuerlöscher) Honda Spirit kann damit als einzige Mannschaft zwei Saisonläufe gewinnen und sichert sich letztendlich souverän die Meisterschaft 2016. Mit ATW Racing wird eine Mannschaft Vicemeister, die das Kunststück fertigbringt alle Rennen des Jahres in die Top-10 zu fahren, obwohl die Jungs aus Reichartshausen wohl seit Jahren mit dem niedrigsten Budget arbeiten müssen und nur mit gebrauchten Chassis antreten können.  Oberheiden Motorsport wird dank dem grandiosen Erfolg beim Bavarian 24h noch Dritter in der Meisterschaft.

14650079_675553145934442_1775851103984771223_nEs gibt wohl kaum eine Meisterschaft die härter umkämpft ist als die GTC. Um die Top-10 zu entern bedarf es schon einer außergewöhnlicheren Leistung. Speed allein reicht da beileibe nicht aus, was das Beispiel des WGKC aus Stuttgart zeigt. Mit ihrem Mach1 waren sie bei den schnellsten Rennrunden eindeutig die Besten des Jahres und verpassen aber mit P11 in der Meisterschaft knapp die Top-Ten.