Speed ist nicht alles

in der GTC, das zeigt sich besonders beim Blick auf die Zeitenanalyse. Wir haben uns erneut alle schnellsten Rennrunden der Mannschaften angeschaut und analysiert.

Wie schon in den letzten fünf Jahren konnte das schnellste Team nicht Meister werden. In diesem Jahr stellte der MSC Oberflockenbach auch einen neuen Rekord auf. Noch nie war ein Team, über das Jahr gesehen, so dominant bei den schnellsten Rennrunden. Gleich 3 x die schnellste Runde gedreht und die schlechteste Rennrunde der #34 reichte in Oppenrod noch zu P6 bei den schn. Runden. Im Schnitt erreichten sie Platz 2,5 in dieser Disziplin. Rekord, unter 3,0 kam noch keiner.

Der neue Meister, Honda Spirit, hingegen erreichte im Schnitt Platz 7,13 was den drittbesten Wert 2019 bedeutete.

Das Langstreckenteam schlechthin war in dieser Saison aber H&R by KRM-Siegen. Denen fehlte in jedem Rennen durchschnittlich 0,5 Sekunden auf die jeweilige Bestzeit. Damit fand man sich auf P21 der Tabelle wieder. Nun liegt das in der GTC ja selten an den Fahrern. Irgendwo im Gesamtpaket hat es geklemmt. Motor, Chassis, Abstimmung oder was auch immer. Richtig schnell war die #57 nirgendwo. Doch was macht man daraus? Genau! Gas geben, keine Fehler und das beste aus dieser Situation herausholen. Lang segelte man unter den besten 5 des Gesamtklassements, am Ende wurde man 7. in der Meisterschaft obwohl sage und schreibe 13 Teams, die sich hinter ihnen einreihen mussten, auf der Strecke immer mit schnelleren Rennrunden unterwegs waren.

Es geht natürlich auch andersherum. Im Verhältnis schnellste Rennrunde zur Meisterschaftsposition verlor der MSC Oberflockenbach 8 Positionen, kein Wunder bei deren Pechsträhne. Auch die 22 verlorenen Positionen des WGKC sind leicht zu begründen, wenn man den 50 Punkteabzug (für zusätzlichen Motor) einrechnet. Bei der #85 von Team RBM85 lohnt es sich aber genau hinzuschauen und die Gründe dafür im nächsten Jahr abzuschalten. Die Jungs auf der #85 lagen im Schnitt immer in den Top-Ten und wurden am Ende des Jahres 14.in der Meisterschaft (-5 Plätze) In der Trophy erreichten sie P5 und durften damit (als Cup-Aufsteiger) auch zufrieden sein. Doch vom Speed hätte auch P3 in der Trophy drin sein müssen.

Was sagt uns das alles nun? Wir sind nicht im Sprintbereich sondern bei der Langstrecke und genau das macht diese Variante des Rennsports so interessant. Hier zählt das ganze Paket, die richtige Taktik, ein ausgewogene Fahrerbesatzung, gut vorbereitete Technik und vieles mehr. Am meisten zählt dann wohl der richtige Teamspirit, damit ist dann bei ungünstigen Konstellationen noch einiges herauszuholen.

Lang lebe der Langstreckensport!