Sensory Minds by ABR im Stile eines Top-Teams

Zum Saisonende packte die ABR Truppe noch mal einen aus und bewies damit dass man innerhalb von 2 Jahren zu einer Top-Adresse in der GTC wurde, wenn es darum geht Karts vorzubereiten und in der GTC einzusetzen.

Christoph Böhm und seine Mannschaft setzen beide Sensory Minds GP Karts ein und hatten bisher eine durchwachsene Saison. Zum Finale spendierte man der #51 ein neues OTK Chassis und verstärkte das Team mit Fahrern aus der #46 und schon ging die Post ab. Zwar wurde das neue Chassis mit 50 Punkte Abzug bestraft nachdem man aus Budgetgründen im Saisonverlauf schon 3 „sehr gebrauchte“ Chassis benötigte, aber das war in diesem Fall eine sehr gute Entscheidung.

Schon im Quali fuhr man mit in die Top-Ten und hinter den Schnitzelalm Mädels auf den zweiten Klassenrang und als das Rennen gestartet wurde staunten viele nicht schlecht. Die #51 geigte munter mit im Konzert der Großen. Aus der Cup Klasse konnten zwar die Schnitzelalm Mädels und RBM das Tempo einigermaßen mitgehen, aber die #51 war zu jeder Zeit eben einen Tick schneller unterwegs, was die die schnellste Rennrunde beweist. Nur um 56 hundertstel verpasste Sensory Minds die absolut schnellste Rennrunde!

Umso erstaunlicher das RBM nicht locker ließ und der#51 ordentlich einheizte und auch RS Racing mit der #15 hielt lange mit. Als es am Sonntag zu den letzten 5h losging musste auch der letzte Verfolger in Form von RBM abreißen lassen. Schon in den Einführungsrunden strandete die #84 mehrfach um dann, endlich zum Leben erwacht, später noch eine Stopp&Go einzufangen. Damit hatte die #51 keine ernsthaften Verfolger mehr und fuhr einen souveränen Cup Sieg mit einer Runde Vorsprung auf RBM und den in Liedolsheim wieder erstarkten MBS Mannschaft nach Hause. Abgerundet wurde der Erfolg für die #66 mit einem Sieg in der 3h Wertung knapp vor der #13, dem anderen Team von Sensory-Minds, die nach einem Motorschaden am Samstag, den Sonntag äußerst erfreulich beenden konnten. P4 ging dann an die #15 von RS Racing.

Ja und wo waren die Helden von Wackersdorf? Die wollten doch in Liedolsheim die Cup Meisterschaft unter sich austragen? Mädels gegen die BOYS sollte die große Show in Liedolsheim sein, nachdem die beiden vor dem Rennen nur 12 Punkte auseinander lagen mit Vorteil bei den Mädels?

Die durchaus spannende Entscheidung spielte sich weit hinten im Feld ab, das lag nicht am Speed, den konnten beide mitgehen, aber das Elend nahm früh seinen Lauf. Bereits nach 1h verloren die Mädels ein Hinterrad! Karrt bergen reparieren und dann auch noch 3 Strafminuten. Aus der Traum, Meisterschaft entschieden? Fast, die BIGBOYS kommen auch nicht richtig in Schwung, Zeitstrafen und kleinere Fehler halten die #99 zwar 2-3 Plätze vor den Mädels aber weit ab von den Top-3
Zur Unterbrechung liegt man auf P4 mit 8 Runden Vorsprung auf die Mädels (P8) Der Sonntag beginnt, und schon bald folgt der Paukenschlag. Die #99 rollt aus! Pace-Kart, Kart bergen und die defekte Benzinpumpe ersetzen. Bringt das die Mädels wieder in Schlagdistanz? Bevor man das auf dem Zeitenmonitoren klären kann, rollt die #101 auf der Strecke aus! Ja, will den hier keiner Meister werden? Zum Glück für die beiden hatte MBS in der Tabelle schon zu viel Rückstand um diesen „Elfmeter“ zu nutzen. Die Mädels bergen das Kart, ersetzen einen vorderen Radstern und kommen dieses Mal ohne Zeitstrafe aus, da das lockere Rad sich nicht davon gemacht hatte. Die Meisterschaft ist trotzdem völlig offen. Machen die Mädels einen Platz gut, oder verlieren die BIGBOYS eine Position, sind die Mädels wieder vorn. Die BIGBOYS zittern bis zum Schluss, denn fällt eine andere Mannschaft aus, könnten die Mädels den dringend benötigen Platz nach vorn rücken, außerdem muss man sich der Attacken von OSM und FirEX erwehren, die fahren ihr eigenes Rennen und hätten nichts dagegen die #99 im Schlusspurt noch niederzuringen. Um 14Uhr mit fallen der Zielflagge ist die Sache entschieden, die BIGBOYS auf P5, die Mädels auf P8. Durchatmen bei der #99 und niedergeschlagene Mädels.

Mit den BIGBOYS aus Sylt gewinnt eine Rookie Mannschaft, die wie Sensory-Minds ihr Kart vorbereiten lässt. Bei HB-Kart Racing wurde den Jungs ein konkurrenzfähige „Waffe“ zur Verfügung gestellt, mit der man auf Anhieb um die Meisterschaft mitfighten konnte. Uli Hohnstedt und seine Jungs hatten mit den Schnitzelalm Mädels einen ebenbürtigen Gegner, der in der Schlussphase einfach mehr Pech gehabt hatte. Platz 3 in der Meisterschaft geht an die immer wieder erstaunlichen Jungs von MBS Racing aus Köln. Sie mussten ihre härteste Saison bestreiten seit dem sie in der GTC dabei sind und dies war gleichzeitig ihre erfolgreichste. Hut ab und ganz, ganz tiefe Verneigung vor den Jungs der #66