Mission Impossible für die Talentfrei Mannschaft beim GTC Cup-Finale in Wittgenborn

22406336_10155096093513214_5136820864913594365_n33 Punkte Rückstand auf die Junioren vom MSC Oberflockenbach vor dem Finale, da musste Talentfrei das Rennen gewinnen (durchaus machbar) und die #32 des MSC O schon letzter werden (äußerst unwahrscheinlich) zumal man in diesem Fall noch die Notoption der 3h Sonderwertung am Sonntag hatte.

Im verregneten Qualifying setzte Talentfrei schon mal eine Duftmarke. P10 gesamt und Klassenbestzeit, die MSC O Junioren lagen aber auf P2 vor Bmotors und Shark Endurance Racing II

22291123_1606956652701333_7556711678438705562_o 4 Stunden lang lief alles ganz normal. Zwischenzeitlich ging der MSC O sogar kurz in Führung und Talentfrei tat das was sie tun konnten. Sie hielten sich immer in der Spitzengruppe auf und führten die meiste Zeit die Cup-Klasse an.

Dann aber schlug die Defekthexe zu. Bei der #32 musste nach einem Crash die Sitzstreben ersetzt werden, später wurden Kupplungsprobleme gemeldet die in einem langwierigen Tausch des Bauteiles endeten. Nach 5 Rennstunden stürzte die #32 auf den 9ten Klassenrang ab, während Talentfrei mittlerweile 5 Runden Vorsprung auf die nächsten Verfolger in Form von den FirEX Junioren, Shark Endurance Racing II, Bmotors und MBS Racing hatte. Für die Meisterschaft waren nun die MSC O Junioren in Zugzwang und mussten zumindest einen Klassenkonkurrenten wieder einholen.

22382208_1606942569369408_8388029312137139193_oMachbar, schließlich gelten die Junioren als eines der schnellsten Cup-Teams. Die Streckenverhältnisse und ständig wechselnde Bedingungen könnten ihnen auch in die Karten spielen. Zu viele Möglichkeiten für Fehlplanungen, Ausrutscher und daraus resultierende Schäden waren bei den Gentlemen und Rookieteams durchaus zu erwarten. Obwohl Talentfrei vorne keinen Druck mehr hatte segelte die #10 dann selbst mehrfach von der Strecke, hatte aber immer das Glück ohne Beschädigung weiterfahren zu können.

22339296_866327280197011_8552977338570333686_oZur Unterbrechung nach 7 Stunden dann die nächste Hiobsbotschaft. Erneut hatte die #32 einen Abflug, womit sie mit verbogener Lenksäule und Spurstangen im Parc-Fermee parkte. Talentfrei hatte immer noch 5 Runden Vorsprung auf die FirEX Junioren, MBS Racing hatte P3 von Bmotors übernommen und EuroRacing übernachtete auf P5 im Parc-Fermee.

Die Abstände waren jeweils sehr groß. Auf Schützenhilfe der anderen Cup-Mannschaften konnte sich der MSC O nicht verlassen. Da spielte 22291150_1606955492701449_3745144965820782324_oTalentfrei an diesem Wochenende einfach in einer anderen Liga. In der Blitztabelle lag Talentfrei nun 3 Punkte vor dem MSC O, die dadurch 2 Plätze gutmachen mussten um wieder die Spitze in der Ranking zu übernehmen. Illusorisch, das waren mittlerweile 12 Runden Rückstand auf die Fahrschule Deusch und das Kart musste auch erst einmal wieder in Schuss gebracht werden.

Die einzige Chance für die Oberflockenbacher lag nun in der 3h Sonderwertung die um 11Uhr am Sonntag gestartet wurde. Diese musste man gewinnen und Talentfrei durfte dann nicht besser als Rang 4 sein.

Wir können es kurz machen, da Talentfrei nichts mehr anbrennen ließ und auch die 3h Sonderwertung für sich entschied, war die Sensation perfekt. Talentfrei fängt den MSC O noch ab und wird BEBA Cup Sieger 2017. Wieviel Pech kann man habe, fragte man sich im Odenwald. Die ganze Saison über war P3 die schlechteste Platzierung für die #32 um dann im Finale auf P11 und damit Klassenletzter ins Ziel zu rollen. Unfassbar, zumal am Ende durch technische Probleme und Unfällen der anderen, lediglich 4 Runden fehlten um den rettenden P9 zu erreichen.

22339038_1606983736031958_7410504509384388572_oTalentfrei Racing nahm das Geschenk natürlich dankbar an, machte alles richtig im Finale und gewann das 12h Rennen sogar auf dem 13ten Gesamtrang. Die FirEX Junioren wurden ganz entspannt Zweiter vor Bmotors aus Mettmann, die erst ihr 2.GTC Rennen überhaupt fuhren. P4 ging an Needracing.com vor ABR Kartsport Thüringen. Sowohl MBS Racing als auch NANO Racing verspielten einen Pokalplatz noch durch ein verlorenes Rad bzw. gebrochene Spurstange. Auch EuroRacing hätte auf dem Treppchen stehen können, doch ein arg verbogene Hinterachse kostete den Aachenern über 15 Runden.