KSF Bosch mit großem Vorsprung in der Trophy

Die ADAC Trophy beim 1000km Rennen in Oppenrod war letztlich eine klare Sache für den KSF Bosch. 9 Runden Vorsprung auf das zweitplatzierte Team von KSR (#89) sind da schon mehr als deutlich.  Dabei war es längst nicht so dass die #20 allen anderen auf und davon flogen. Klar, der Speed lag auf sehr hohen Niveau mit keinerlei Unterschieden zur Top-Klasse, aber die Hausexperten.de (#50) needracing.com (#19) und auch Born4Racing (#14) kreisten annähernd auf gleichen Zeiten um die Strecke. Der Rest des Trophy Feldes war dann zwischen 3-7 Zehntel langsamer.

 

Bei der angepeilten Distanz von 962 Runden machen 0,5 Sekunden langsamere Rundenzeit eben ca. 8 Runden Rückstand aus. Das man aber auch mit 0,7 Sekunden langsameren Zeiten in die Top-3 fahren konnte, bewies die #8 von den Hausexperten, die sich im Ziel auf einen starken P3 wiederfand.

Hier liegt der Schlüssel, konstant und ohne Fehler durchkommen und schon ist man vorne mit dabei. Und dies gelang in Oppenrod nur wenigen in der Trophy Klasse, die sonst ein wesentlich engeres Bild abgegeben hätte.

Einfach unsagbares Pech hatte dabei die #50 der Hausexperten, die genau wie der KSF Bosch, in der ersten Hälfte des Rennens den Top-Teams der Champions League mal so richtig einheizte und auf P1 im Gesamtklassement übernachtete, bevor gleich zwei der BEBA Vorderreifen Qualitätsschwächen offenbarten. Born4Racing strandet gleich zweimal mit defekter Kette im Infield der Stefan Bellof Arena. Viel zu viel um der stark umkämpften Klasse noch in die Top 5 zu fahren. Am Ende lief man auf P10 ins Ziel. Auch needracing.com haderte mit der Technik, Zeitstrafen und Pech bei den Pace-Kart Phasen und musste sich mit P6 begnügen. Noch härter traf es die #32 des MSC Oberflockenbach. Bremsdefekt durch eine wandernde Hinterachse. Jeder der so einen Schaden schon einmal reparieren musste weiß wie langwierig so etwas ist. Der Versuch die etliche verlorenen Runden aufzuholen wurde dann auch noch mit 2 Zeitstrafen gestoppt!

Talentfrei stoppte ein kapitaler Motorschaden, die #46 der Motorsportanlage stand des Öfteren in der Reparaturzone und so verabschiedete sich einer nach dem anderen aus dem Kreis der Podiumskandidaten.

So wurde der Triumpf des KSF Bosch beinahe zur Spazierfahrt in der Trophy (sieht man davon ab das die Jungs um den Gesamtsieg kämpften) Auf den zweiten Platz dann das Kollektiv Seidel, die zwar den Speed der Spitze nicht ganz mitgehen konnten, sich aber trotz eines Unfalls in der Anfangszeit dann Stunde um Stunde wieder nach vorne zu orientieren. Im Ziel durfte man auf 3 Vorsprung auf die Hausexperten.de schauen, die wiederum ihr unglückliches Schwesterteam mit der #50 um 12 Sekunden schlagen konnten. Eine weitere Runde zurück dann unsere Freunde aus Tschechien. EM Racing-Cheb #12 zeigten sich auch auf unbekannten Strecken durchaus konkurrenzfähig. Bedenkt man das die Jungs ihre Debütsaison fahren ist dieser Erfolg umso höher einzuschätzen.

Die Sonderwertung des 2.Tages gewann ebenfalls der KSF Bosch vor Born4Racing und dem Kollektiv Seidel.