Informationen zur Motorenkontrolle in der GTC

Lieber Racer,

nachdem im Netz (wie nicht anders zu erwarten war) nun eine Menge Kommentare kursieren, die schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen sind, möchten wir Euch kurz über einige Hintergründe informieren.

Nach festgestellten Manipulationen/technischen Vergehen werden die betreffenden Teams zunächst aus der Wertung des Rennens genommen und im „Normalfall“ dem DMSB-Sportgericht zur weiteren Bestrafung gemeldet. Im Clubsport (also in der GTC) gilt als nächste Instanz das Schiedsgericht. Der DMSB kann von sich aus einschreiten (muss er aber nicht) und wir können Ihn auch nicht beauftragen. Das Schiedsgericht, ist Namentlich in jeder Ausschreibung benannt und ist für alles was Wittgenborn betrifft:
Vorsitz: Thomas Rieth, Harald Steeger und Knut Besse

Dieses Schiedsgericht trifft sich Anfang Dezember und wird dann, nach Anhörung der Beteiligten, eine Entscheidung über die Höhe der Sportstrafe treffen. Alles Weitere dazu also später.

Generelle Kontrollen.
Hier wird uns teilweise vorgeworfen das wir nicht schon viel früher auffällige Motoren kontrolliert haben. Zu Recht wie wir nun wissen. Wir haben uns da wohl zu sehr auf die angeblich fälschungssicheren Plomben verlassen.

Was die meisten aber nicht wissen, dass bei jeder Revision alle relevanten Maße/Gewichte eines Motors kontrolliert werden ob diese noch dem Auslieferungsstand entsprechen. Alle Motordaten Maße und Gewichte sind seit Auslosung der Motoren lückenlos dokumentiert, womit man Manipulationen leicht nachweisen kann. Defacto sind damit während der Saison etliche Motore kontrolliert worden.

Im Zuge des aktuellen Falles ist es uns dabei auch gelungen eine manipulierte Plombe auch noch Jahre später schnell und sicher nachweisen zu können. Dies können wir in Zukunft auch relativ leicht und schnell an der Rennstrecke machen. (Ein Rückbau der „faulen Teile“ bringt dann also auch nichts)

Die grundsätzliche Vorgehensweise, alle relevanten Teile des Motors vor der Auslieferung zu dokumentieren, hat sich dabei als sehr gut herausgestellt um schwarze Schafe aufzuspüren.

Der aktuelle Fall sorgt nun dafür, das unser Kontrollsystem deutlich verbessert werden muss. Mit einem zusätzlichen TK für 2018 haben wir den ersten Schritt getan. Um eine Plomben Kontrolle nach neuem System und gleichzeitiger Vollkontrolle mehrerer Motoren pro Rennen, werden wir nicht herumkommen. Weitere Schritte müssen und werden folgen.

An alle die jetzt sagen und/oder gesagt haben: Das haben wir schon die gesamte Saison gewusst und wissen ganz genau wie es geht und wer „Foul“ fährt. Wo wart ihr während der Saison? Wieso, wenn es das ganze Fahrerlager weiß, kommt niemand mit der Bitte zu uns oder zum Beirat, die Motoren wieder häufiger einer Vollkontrolle zu unterziehen?

Eine pauschale und öffentlich ausposaunte Beschuldigung: Die die vorne fahren sind „faul“ zumindest alle Front-Runner, ist vollkommen daneben. Solche Äußerung schaden der GTC fast noch mehr als die Manipulation selbst.