Großes Kino in der Trophy Klasse

Gleich 3 Trophy Mannschaften beeindruckten in Oppenrod die Top-Teams mit ihrem Speed und zeigten damit eine ganz starke Leitung. Die Hausexperten, Talentfrei feat Ghost Busters und Team RBM 85 geigten im Quali und Rennen derart auf, das keinerlei Unterschied zu den Mannschaften der Top-Klasse erkennbar war.

Die #50 hämmerte ihr Kart im Quali auf dem Gesamtrang 4, lächerliche 4 Tausendstel vor der #21 von Talentfrei. Team RBM 85 folgte auf dem Gesamtrang 7. Nur im Qulaifying konnte eine weitere Mannschaft annähernd den Speed dieser drei mitgehen. Die Scuderia lieferte mit Gesamtrang 9 ebenfalls eine starke Leistung ab.

Bei den schnellsten Rennrunden jedoch lagen alle Trophy Teams mindestens 4 Zehntel hintern den „magischen Drei“ zurück. Nun, die werden schon schnell zurückfallen, dachte man im Lager der Top-Teams, schließlich muss man diese Leistung auch über die Distanz halten, alles richtig machen, die Technik mitspielen, und hier ist die Fehler-Quote der Trophy Team naturgemäß höher.

In einem Fall hatten sie Recht. Team RBM 85 musste früh eine Strafe absitzen (Haltelinie) mit der Folge das die Mannschaft schon bei der Anfahrt zur Strafbox die nächste kassierte und eine weitere beim nächsten Stopp. Erst eine klare wie deeskalierende Ansage der GTC Orga, beruhigte die Gemüter. Man schüttelte sich und konzentrierte sich von nun an auf das wesentliche.  Aus dem Kampf um den Sieg war man allerdings raus, konnte aber durch eine starke Kämpferische Leistung noch den 5. Klassenrang im Ziel erobern.

Die #50 und #21 aber gaben Gas und Gas und Gas. Keine Fehler, keine technischen Probleme und kein nachlassender Speed. Der Fight um die Klassenführung spielte sich meistens in den Top-5 des Gesamtklassement ab. Am Samstagabend sah man Talentfrei knapp vor den Hausexperten. Die Cool Runnings folgten auf P3 mit 4 Runden Rückstand, das Team vom ADAC Nordbaden lag eine weitere Runde zurück auf P4 und Team RBM 85 hatte zwei weitere Runden Rückstand auf P5.  Der 85 im Nacken lauerten EM Racing Cheb und die Scuderia Nove Rosso, während NFO Motorsport fast so viel schrauben durfte wie beim Saisonstart in Liedolsheim. Am Sonntag jedoch endlich ein kleiner Lichtblick für die #91 Endlich lief das Kart und die Jungs konnten in der Sonntagswertung Rang 3, noch vor den Hausexperten (P5) belegen.

Das Kart der Wiesbadener mit der Startnr.50 war noch genauso schnell wie am Vortag.  Wie alle Top-Mannschaft wechselten die Hausexperten früh auf neue Slicks und hier passierte ein kleiner Fehler am Vorderrad, worauf man einen weiteren Blitzstopp nachschieben musste. Das ein einziger zusätzlicher Boxenhalt ausreicht, um am Ende keine Chance mehr auf P1 zu haben, zeugt von einer extremen Leistungsdichte selbst in der Trophy-Klasse. Die Hausexperten waren trotzdem Happy, schließlich beendete man das 1000km Rennen auf P4 des Gesamtklassements.

Der Trophysieg aber ging an eine Mannschaft, die die komplette 1000km Distanz derart angaste, die Top-Teams unter Druck setzte und ein komplett Fehlerloses wie überzeugendes Rennen ablieferte, das man denen so noch nicht zugetraut hätte. Talentfrei Racing feats Ghost Busters werden Trophysieger mit P3 im Gesamtklassement und hatten erst in den Schlussrunden einen angebrochenen Achsschenkel zu beklagen, der aber bis zur Ziellinie durchhielt. Hinter den Hausexperten fährt das Team vom ADAC Nordbaden einen großartigen Rang 3 (Gesamt P9) nach Hause. Bei vielen Rennen hätte dies einen Trophy-Sieg bedeutet. Nur 2 Sekunden zurück, da spürte die #15 schon den heißen Atem der #75, die Cool Runnings aus Pforzheim, die wiederum Team RBM 85 im Nacken hatte. Spannendes Finish, großartige Sieger und Platzierte. Alle die nicht unter den Top-5 der Trophy landeten hatten eben ein Problemchen zu viel, wie die vermaledeiten Gewichtskästen. Diese lockerten sich bei der #91 wie bei der #9, worauf eine längerer Boxenaufenthalt nötig wurde.

Neues Rennen neues Glück, wir freuen uns auf das Super Race Weekend in Wittgenborn.