Ergebnis Motorenkontrolle

ADAC GTC Bavarian 24h am 31.08./01.09.2019
Register Nr. 804/19

Anwesende: Helmut Biebas, Alex Schula (Teamchef der #28)

Der bei oben genannter Veranstaltung vom Team #28 eingesetzte Motor wurde auf Anweisung der Rennleitung nach dem Rennen zur Vollkontrolle einbehalten. Mit der Kontrolle wurde Helmut Biebas von der GTC Organisation beauftragt.

Ergebnis:

Die Motorenplomben wurden auf Manipulationsversuche untersucht, alle Plomben befanden sich in Originalzustand.

Innerhalb des Motors wurden die Schwungscheibe, Nockenwelle und Ausgleichswelle untersucht.
Alle Teile wurden gewogen und Vermessen. Laut Datenblatt wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Teile entsprachen dem Auslieferungsstand.

Außerhalb der Verplombung wurden kontrolliert.

Vergaser, Knierohr und Kipphebel. Alles entsprach dem aktuellen GTC Reglement.

Weiterhin wurde die verwendete Zündkerze der Marke Brisk kontrolliert:

Hier wurde ein Verstoß gegen Artikel 2.7 (Motor und Anbauteile, Kategorie 1) des DMSB-Bassis-Reglement für Karts mit Viertaktmotoren 2019 festgestellt.

Die Zündkerze entsprach nicht dem dort vorgeschriebenen Absatz „Zündkerze“

Fabrikat und Ausführung der Zündkerze (wie Wärmewert, Elektrodenform und -werkstoff) ist freigestellt, jedoch müssen die Gewindelänge und die Sitzform der Serienkerze entsprechen. Es muss ein Zündkerzen-Dichtring verwendet werden.

Die Sitzform der von der #28 in Wackersdorf verwendeten Zündkerze, entsprach nicht der Sitzform der Serienkerze.

Entscheidung der Rennleitung und GTC Organisation vom 30.09.2019

Das Team WGKC mit der Startnr.28 wird nachträglich aus der Wertung genommen. Alle nachfolgenden Teams rücken auf. Die GTC Organisation wurde angewiesen ein neues Ergebnis zu erstellen.

Begründung:

Das DMSB Viertakt Basis Reglement ist Bestandteil des aktuellen GTC Reglements. (siehe Artikel 5. Allgemeine Technische Bestimmungen, des aktuellen GTC Reglement)

Die Zündkerze wurde bearbeitet, so dass die Sitzform nicht mehr der, der Original-Zündkerze entspricht.

Da diese unerlaubte Veränderung auch einer Leistungssteigerung dienen kann, muss das Team aus der Wertung genommen werden.

Von einer darüberhinausgehenden Bestrafung wird abgesehen, da der Teamchef die Bearbeitung der Zündkerze sofort eingeräumt hat, bei der Aufklärung des Sachverhalts entscheidend mitgewirkt hat und die seit Jahren in der GTC vertretende Mannschaft, bei etlichen Kontrollen, nie negativ aufgefallen ist.

Laut Teamchef Alexander Schula war es eine neue bearbeitete Muster-Zündkerze gewesen,
die man dem TK vor drei Jahren zur Begutachtung vorgelegt hat um festzustellen,
ob diese Bearbeitung noch dem Reglement entspricht.

Diese Zündkerze wurde damals von den TK’s begutachtet und als nicht Reglementskomforn eingestuft.

Daraufhin wurde diese Zündkerze von Alexander Schula eingelagert und nie verbaut.
Bei einer kürzlichen Aufräumaktion, wurde genau diese Zündkerze wieder gefunden und man erfreute sich noch, nochmals eine neue Zündkerze gefunden zu haben und legte sie völlig unbedacht wieder zu den Ersatzteilen, da sie weder gekennzeichnet war, noch eine Bearbeitung mit bloßem Auge zu erkennen war. Diese Zündkerze wurde dann am am Wochenende vor dem Rennen als Wartungsmaßnahme eingebaut, nicht wissentlich, das es sich hier um die Muster- Zündkerze von damals handelte.
Dieser Vorfall war Herrn Alexander Schula sehr peinlich, weil er für einen sauberen Motorsport einsteht.

„Man hätte die Zündkerze einfach besser Kennzeichnen oder gleich entsorgen sollen, dann wäre mir dies nicht passiert.“

GTC Rennbüro

Springe, der 01.10.2019

Frank Jelinski
(Rennleiter)