Die BEBA-Cup-Teams beim Bavarian 24h

lieferten ein starkes 24h Rennen ab. In der mit 16 Startern auch sehr gut besetzten Klasse wagten sich gleich 4 Neulinge an den Start, die zuvor noch bei keinem GTC Rennen am Start waren. Denkbar schlechte Voraussetzungen für diese Teams, denn schließlich zählt die GTC als stärkste Langstreckenserie in Europa und selbst im BEBA-Cup hängen die Trauben hoch.

Die Neulinge ließen sich nicht schrecken, die MSG Sonthofen eroberte im Quali die fünftbeste Zeit in der Cup Klasse! Die Cup Pole holte sich, wenig überraschend die #16 des ADAC Nordbadens. Die Youngster sind in diesem Jahr die Mannschaft die es zu schlagen gilt und führen dementsprechend auch locker die Cup-Wertung an.

24h sind lang womit die Startposition nicht das Maß aller Dinge ist. In Wackersdorf lieferte sich die Cup Spitze bis zur 9. Rennstunde einen Fight der Extra Klasse. OSM war von Beginn an voll bei der Sache und duellierte sich zunächst mit der MBS Mannschaft aus Köln. Die #66 musste erst nach Halbzeit zurückstecken und verlor die Cup Spitzengruppe aus den Augen. Die Nordbadener hingegen hatten für ihre Verhältnisse einen verhaltenen Beginn. Alle anderen Verfolger lagen zwar 1-2 Runden zurück, viel ist das aber auch nicht. Racoon, nano-racing und Team RBM 84 konnten über 9h den Speed der Spitze mitgehen und waren auch von größeren Problemen verschont geblieben, während einige Cup-Teams schon längere Reparaturpausen oder Missgeschicke zu verdauen hatten.

Bei FirEx musste die Hinterachse nach einen Rennunfall gewechselt werden. Die #32 strandete zunächst mit leerem Tank, später musste der Motor gewechselt werden, die ABR Junioren veranstalteten ein Feuerwerk in Box als die Kupplung Feuer fing, bei der #3 vom MSG Sonthofen brach der Rahmen, beim Schwesterkart mit der #2 musste der Vergaser getauscht werden, bei K-Race-Tec war genau wie bei Magna Racing eine Hinterachse krumm.  Diese geballte Ladung an Problemen ist nicht untypisch, schließlich handelt es sich um Cup-Teams die noch in der „Lernphase“ stecken und der ein oder andere Zwischenfall auf der Strecke eindeutig der Unerfahrenheit zuzuschreiben ist.

Erst zur Halbzeit lichteten sich die Reihen innerhalb der Top-5, OSM und die Nordbadenern können sich nun entscheidend von den Verfolgern absetzen, Vorteil beim ADAC Nordbaden +2 Runden auf OSM zur Halbzeit.

Die #16 baute ihren Vorsprung peu á peu aus und OSM auf P2 konnte sich ebenso beharrlich vom Team RBM 84 lösen (-3Rd auf OSM) Weitere 2 Runden zurück dann nano-Racing. Die noch junge Aachener Mannschaft hatte aber Druck. Racoon folgte dicht auf, im Windschatten MBS Racing und das Pirelli Junior Team, die sich als Rookies wirklich sensationell schlugen und ab Halbzeit auch noch auf Fahrerunterstützung von Sandro aus der #50 freuen durften.  Dahinter klaffte eine größere Lücke zu RM Racing p.b. Schneider Gabelstapler. Der #44 gingen wenig später die einsatzfähigen Fahrer aus, womit man auch das Kart für ein paar Nachstunden in der Box zum „schlafen“ legte. Sensory-Minds GP, K-Race Tec und ein weiterer Rookie mit Magna Steyr Racing vervollständigten zu diesem Zeitpunkt die Top-11 des Cups.

Die zweite Halbzeit war dann nicht mehr so spektakulär was die Fights angingen, dafür waren die Position fast alle zu gut abgesichert. Große Verschiebungen gab es dennoch. Die Technik muss halt auch mitspielen. Nano-Racing verspielte alle Top-5 Chancen durch eine wandernde Kettenblattaufnahme. Gleich zweimal musste das abgefräste Kettenblatt ersetzt werden. Die #2 des MSG Sonthofen verbog sich leicht die Hinterachse. Die Vibrationen nahm ein Hinterachslager übel und wollte ersetzt werden. Sensory Minds muss einen gebrochenen Krümmer ersetzen, bei K-Race TEC bricht eine Felge. Diese Aufzählung ist längst nicht vollständig auch einige Zeitstrafen sorgten für weiteren Zeitverlust bei den Cup-Teams. Die vorderen Positionen jedoch schienen gefestigt.

In der Reihenfolge ADAC Team Nordbaden, OSM und Team RBM 84 konnte man auf Verwaltungsmodus umstellen und sich darauf konzentrieren die letzten Stunden sauber und ohne Risiko gen Ziel zu rollen, immer Bangen und Hoffen das einem die Technik keinen Streich spielt.

Eine Kampfgruppe gab es aber noch. Die letzten 6 Stunden figthte MBS Racing mit dem Pirelli Junior Team um Platz 4. Sechs Stunden keine Fehler begehen, alles muss passen, die Stopps richtig planen und dann gab es auch noch zwei Pace-Kart Phasen. Der Kampf hatte es in sich, im Ziel trennte die beiden lächerliche 6 Sekunden! Und, das war dann doch überraschend, die Rookies von Pirelli hatten knapp die Nase vorn.

Bei den Top-3 liefen die letzten 6 Stunden problemlos, womit sich an der Reihenfolge auch nichts mehr tat. Der ADAC Nordbaden gewinnt das Bavarian 24h in der Cup-Klasse am Ende souverän. OSM feiert P2 wie einen Sieg. Im letzten Jahr beim Debüt absolut Letzter und nun diesen tollen Platz 2, Glückwunsch. Gleiches gilt für Team RBM 84. Der Start beim Rennen stand noch am Freitag auf der Kippe, nachdem Vater Bethke mit einer ernsthaften Erkrankung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die beste Nachricht war dann auch die Entwarnung aus dem Krankenhaus, es geht ihm wieder besser. Sein Team übertrug ihm die Siegerehrung live ins Krankenhaus, was seiner Genesung garantiert noch einen Extraschub verlieh.