Der Fight um den Titel wird härter!

20615684_849220845234337_2279240789943140837_oDer Kampf um die Meisterschaft geht in die entscheidende Phase. In den verbleibenden zwei Rennen gibt es noch 110 Punkte zu ergattern. Rein theoretisch können noch 13 Teams die Meisterschaft holen. Bleiben wir bei dieser Theorie, könnte der Spitzenreiter von den Zehn Geboten, auch schon in Hahn den Sack zu machen. Realistisch aber ist, dass es bis zum Schluss wieder spannend bleibt und die Meisterschaftsanwärter aus dem Kreis der momentanen Top-3 kommt. Die Zehn Gebote, ATW Racing und Honda Spirit trennen nur 22 Punkte. Dahinter folgen zwei Teams die in Templin beide einen Motorschaden zu verdauen hatten. Der MSC Oberflockenbach wie auch H&R Pergande Racing haben damit eine starke Verfolgerposition eingebüßt und müssen nun, bei 57 bzw. 60 Punkten Rückstand, auf mächtig viel Glück hoffen um doch noch eine Chance auf den Titel zu haben.

20476613_10154911696988214_4375792402179420376_nDer grandiose Sieger von Templin, Oberheiden Motorsport, liegt 68 Punkte zurück auf Rang 7. Hier kam der tolle Sieg wohl zu spät. Das ganze Jahr über klagte man über mangelnde Leistung, bis in Templin das Chassis als Übeltäter ausgemacht werden konnte. Nach Wechsel des Chassis zum Rennsamstag war man zurück auf der Erfolgsspur. Ähnlich erging es Honda Spirit in Cheb. Zum Bavarian 24h wurde ein neuer Rahmen an den Start gebracht und schon lief es für den amtierenden Meister wieder.

20449247_10154911694568214_1556865337942144850_o4 Rennen sind gelaufen und wir haben mit ATW Racing, den Zehn Geboten, Honda Spirit und Oberheiden Motorsport, vier verschiedene Sieger erlebt. Geht dies so weiter in dem dicht gestaffelten Feld, könnte es noch die eine oder andere Überraschung geben. So konnten die WDW Junioren mit ihrem tollen 3. Gesamtrang in Templin von P18 auf P10 springen. Voraussetzung dafür ist ein funktionierendes Chassis und ein Motor der auch durchhält. Keine Frage, die Mannschaften der GTC operieren an der Grenze des machbaren. Man geht volles Risiko. Sei es bei der Drehzahl, Bedüsung, Ölmenge oder Ventilspiel. Beim Kampf um Hundertstel scheint jedes Mittel recht. Bei einem Kart das in Templin mit Motorschaden verendete konnten über 6000 U/min auf dem Drehzahlmesser abgelesen werden! Da ist es ja schon ein Wunder das dieses Triebwerk nicht schon viel früher das zeitliche gesegnet hat. Dabei 20507374_849221998567555_2059446975291673020_osollte in Langstreckenrennen die Haltbarkeit im Vordergrund stehen. Ein Motorschaden im Rennen versaut einem oftmals die komplette Meisterschaft! Die Nerven liegen wohl blank, wie ist es sonst zu erklären das gleich die gesamte Top-3 der Tabelle in Templin mit einer oder mehreren Zeitstrafen gesegnet waren?
Eigentlich ist das deren Paradedisziplin.  Wann besinnen sich die Teams und verschieben ihre Prioritäten wieder auf einen fehlerfreien Ablauf, gute Taktik und schnelle Boxenstopps?

Geht es so weiter wie in den letzten Rennen, werden unsere rein theoretischen Meisterschaftsspielchen vom Anfang des Artikels doch noch realistisch und wir erleben einen GTC-Meister 2017 den zwei Rennen vor Schluss noch niemand auf der Liste hatte.