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Darauf hat die GTC 12 Jahre gewartet

 

Gleich acht neue Mannschaften bereicherten die 14. GTC Saison, womit durchschnittlich 28 Teams bei den 5 Veranstaltungen an den Start gingen. Insgesamt waren 69 Rennstunden zu absolvieren mit dem Bavarian 24h in Wackersdorf als Highlight. Lag es nun an den starken Neueinsteigern oder an dem neu eingeführten (bei den betroffenen nicht unumstrittenen) Handicap-Gewicht. Das Fazit der Saison lautet: Nie war das Feld ausgeglichener. Beim Finale in Wittgenborn, mit 32 Startern, lagen die Rundenzeiten der ersten 28 Teams in einer Sekunde!

Das am Ende dieser bemerkenswerten Saison dann doch die arrivierten Teams die Nase vorn hatten, ist der Tatsache geschuldet, das in der GTC nicht nur der Rennspeed zählt sondern, Taktik, Vorbereitung und Strategie eine ebenso wichtige Rolle spielen. Und da zählt eben die Erfahrung. Davon gibt es in der GTC genug. Das Rekord Team der Zehn Gebote aus Hagen absolvierte in diesem Jahr ihren 100 GTC Start. Honda Spirit "wurde 90" und der MSC Oberflockenbach feierten seinen 75, beim Finallauf in Wittgenborn. Dass dieses Jubiläum dann auch den Meistertitel der Division II brachte wurde ausgiebig gefeiert. Die Odenwälder konnten ihren Dauerrivalen aus Hagen knapp auf den Ehrenplatz verweisen. Die Zehn Gebote haderten mit ihrem Schicksal. Fast durchgehend waren sie als Tabellenführer mit 10kg Zusatzgewicht bestraft und konnten trotzdem vorne mitfahren und die Hälfte aller Rennen gewinnen. Knackpunkt war der Einschlag in der Boxenmauer beim Bavarian 24h. Hier verlor man defacto die Meisterschaft. Der dritte Meisterschaftsrang ging an die Cool Runnings die beide Messebau Teams aus Sinsheim hinter sich lassen konnten. Auch Messebau zerstörte intakte Titelambitionen, mit einem Unfall beim Bavarian 24h. So durfte die Scuderia Nove Rosso aus Berlin sich über den vierten Rang vor Messebau Racing II freuen. Gleich zwei Rookies gelang der Sprung in die Top Ten. Holzrichter Racing auf dem 8. Platz und Braunschweig Racing sogar auf Platz 6. Damit gewannen die Norddeutschen auch den Titel in der ADAC Trophy. Dank der besseren Platzierungen verwiesen sie die punktgleiche Mannschaft von Shark Endurance Racing II (Halver) auf den 2.Rang.

Die Sauerländer "Haie" jubelten trotzdem. Schließlich gelang ihnen ein Kunststück auf das die GTC Gemeinde 12 Jahre lang warten musste. Die Titelverteidigung mit der Nr.1 auf dem Kart. Die "1" als amtierender Meister in die neue Saison zu tragen galt bisher als schlechtes Omen. Nun ist der Bann gebrochen. Der Titelfight in der Division I mit ATW Racing und Honda Spirit war vom Feinsten. Vor dem Bavarian 24h hieß die Reihenfolge: Shark (79 Punkte) vor Honda Spirit und ATW (beide 75 Punkte) Selbst als Shark das Bavarian 24h gewann war das Ding noch nicht gegessen. Lediglich Honda Spirit hatte sich vor dem Finale aus dem Titelkampf verabschiedet. Obwohl ATW Racing beim Finale in Wittgenborn alles versuchte und gleich drei Teams einsetzte, war Shark Endurance Racing am Ende die glücklicheren und gewannen verdient ihren zweiten GTC Titel in Folge.

Frank Jelinski

 

 
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