Der Saisonauftakt zur 13ten GTC Saison, den 9h von Hahn, war voll von Überraschungen. 
Überraschung Nummer 1, die amtierenden Meister aller drei Divisionen hatten keine realistische Siegchance und mussten sich bestenfalls mit Rang 3 zufrieden geben. Die Honda 390er Division III erlebte einen deutlichen Sieg der aus der Div. II gewechselten Junioren des MSC Oberflockenbach. Den Speed des Siegers konnte der amtierende Champ, Messebau Racing II, nicht mitgehen. Auch der zweite Rang lag nicht in Reichweite, da die Rookies vom ADAC Nordbaden eine starke Leistung ablieferten und fehlerfrei hinter den MSC O Junioren als Zweiter ins Ziel rollten. So blieb den Messebauern nur Rang 3, den sie sogar noch gegen die MSC O Slalom Kids verteidigen mussten. Ebenfalls noch nicht auf der Höhe des Geschehens, die Scuderia Nove Rosso aus Berlin. Der Vize-Meister kam im Qualifying noch auf Platz 3, haderte im Rennen aber mit der Leistung des brandneuen Triebwerkes und musste sich mit dem 5ten Platz zufrieden geben. Dahinter zwei weitere Rookie Teams. Die Kart Academy/Vohburg und der ADAC Pfalz. Die Pfälzer glänzten bei ihrem ersten GTC Einsatz mit dem 2ten Platz im Qualifying, mussten im Rennen aber öfter als ihnen lieb war zur Reparatur in die Box. Trotz allem eine gute Leistung für die fast ausnahmslos aus dem Slalom kommende Pfälzer Mannschaft. Die MSC O Junioren also mit einem überzeugenden Klassensieg, ganz anders als ihr Nummer 1 Team in der Division II.
Der Titelverteidiger der Division II trat in Hahn mit einem neuen MS Chassis
an und hat damit noch eindeutig Nachholbedarf bei der Abstimmung. Die
schnellste Rundenzeit lag zwar auf Top-Niveau, aber eben nicht konstant
genug über die gesamte Renndauer. So musste sich der Champ mit Rang 3
zufrieden geben. Gleiches gilt, nach Klassen- und Chassiswechsel, auch für
das VPA Team. Eindeutig hängt es an der mangelnden Erfahrung mit dem neuen
Einsatzgerät, womit Rang 4 noch als Schadensbegrenzung anzusehen war. Das
neuformierte Team von Scharmüller/Daytona by Solar Power hatte Pech und
strandete gleich zweimal mit gebrochenem Gewichtskasten und das Curto Racing
Team mit verendetem Briggs&Stratton Motor. Pech auch für das Live-Strip
Racing Team. Nach einem wilden Ritt über die Randsteine verbog man sich das
Kettenblatt, verlor die Kette und musste danach erst mal die Hinterachse
wechseln. Wer nach all diesen Zwischenfällen glaubte der Klassensieg wäre
eine sichere Beute des GTC Rekordteams, die Zehn Gebote/Hagen, hatte die
Rechnung ohne die Cool Runnings gemacht. Die Schömberger lieferten eine ganz
starke Leistung ab, sicherten sich die schnellste Rennrunde und heizten den
Zehn Geboten 8 ½ Stunden richtig ein. Diese Performance hätte man den Cool
Runnings so nicht zugetraut. Eine Stop&Go Strafe, wegen überfahren einer
Haltelinie, entschied das spannende Rennen der Division II zu frühzeitig zu
Gunsten der Zehn Gebote. 
Eine weitere Überraschung lieferte der Rennverlauf in der Division I. Auch hier hatte der amtierende Meister, Honda Spirit/Offenbach keine realistische Siegchance. Am Freitag noch bei der Musik, verlor man sich bis zum Rennstart in der Abstimmung. Zwei Zehntel auf die Topzeiten in dieser Klasse war zu viel, womit man mit Rang 4 zufrieden sein musste. Immerhin noch vor ATW Racing aus Reichartshausen die ebenfalls nicht richtig in die Saison fanden. ATW hatte sich die gesamte Distanz mit MBS Racing aus Köln auseinander zu setzen, die extrem stark unterwegs waren. Einen guten Einstand lieferte auch das TON Motorsport Team aus Neuenkirchen ab. Die Truppe von Cup Spezialist André Mühlenbruch, schlug sich wacker bei ihrem Debüt. Ein Kombi Pro perfekt abzustimmen ist eine Herausforderung. Die Abläufe in der GTC perfekt zu meistern und taktisch nicht daneben zu liegen ist auch nicht ganz ohne. Mit dem ehemaligen Reservechassis des VPA Teams konnten sie gegen Ende noch die Honda Spirit II Mannschaft niederkämpfen und wollen in Emsbüren Anschluss an das Mittelfeld schaffen. Die Ersten drei Plätze machten in Hahn andere Teams unter sich aus. Das Messebau Racing Team aus Sinsheim wurde ein simpler Stopp zur Luftkontrolle zum Verhängnis. Da dies keine deutliche Verbesserung mit sich brachte, fuhr man die dabei verlorene ½ Runde nicht mehr zu und durfte sich mit Rang drei begnügen. Um Platz 1 kämpften die gesamten 9 Rennstunden die Fahrschule Bolz/Kiel und Shark Endurance Racing aus Halver. Die Sauerländer hatten ein Jahr Pause hinter sich und kamen gewaltig in die GTC zurück. Bei ihrem letzten Einsatz, dem 9h Rennen in Belleben 2008, hatten sie ihren ersten GTC Sieg vor Augen, als ein Rad verlustig ging. In Hahn blieb jedes Rad da wo es hingehört. Der letzte Boxenstopp brachte dann die endgültige Gewissheit. 32 Sekunden Vorsprung vor den Kielern und ein Einsatzgerät das keine Mucken machte. Auch in der Division I war die Überraschung perfekt. Die Haie hatte so keiner richtig auf der Liste. In allen drei Divisionen gab es spannende Fights mit vielen Titelaspiranten die noch nicht richtig auf Drehzahl gekommen sind. Dies verspricht erneut eine interessante Saison. Das nächste Highlight, das erstmals ausgetragene Super-Race-Weekend in Emsbüren, sollte für die nächsten Überraschungen sorgen können.
So lief es in den Sonderwertungen.
Obwohl die MSC O Junioren die Klasse wechselten und nun mit gleichen Mitteln in der Junior Trophy kämpfen, war gegen den Dauersieger kein Kraut gewachsen. Sie gewannen den Saisonauftakt aber nicht so souverän wie sonst. Ihre Teamkollegen, die MSC O Slalom Kids, hielten Anschluss und beendeten die3h Wertung rundengleich auf Rang 2. Eine Runde zurück dann die Rookies des ADAC Nordbadens auf dem 3ten Rang.
In der Senior Masters traten in Hahn leider nur zwei Mannschaften an. Obwohl Honda Spirit II in Probleme lief und nur mit 3 Runden hinter MBS ins Ziel kam, wäre auch ohne technische Probleme an diesem Wochenende wenig zu machen gewesen. Zu stark erwies sich die Kölner MBS Mannschaft, die ihren zweiten Senior Master Sieg in Folge feiern durfte.
Sprintrennen zum Driver Cup,
gab es bislang noch nicht in der GTC. Umso so gespannter war man auf die Premiere in Hahn. Die Teamchefs zitterten ein wenig und verdonnerten ihre Piloten zur verhaltenen Gangart, schließlich startete das Hauptevent nur 45 Minuten nach Sprintende und da wollte man keine unnötigen Reparaturen riskieren. Die Bedenken waren überflüssig. Nicht das die Piloten um den Kurs schlichen, im Gegenteil, es ging richtig zur Sache. Dabei blieb es aber immer fair und auch die Karts konnten ohne große Runderneuerung in das anschließende Hauptrennen geschickt werden. 
Im Lauf 1 setzte sich Boris Küppers (Messebau) äußerst knapp gegen Yannick Cherubin (Fahrschule Bolz) durch. Nach hartem Fight mit Felix Möltgen (Shark) rettete sich Christian Stiers (ATW) auf Rang 2. In der Division II gelang Marcus Brandt (Live-Strip) das Kunststück Christian Ristig (Zehn Gebote) und Stephan Wachtel (Scharmüller/Daytona) hinter sich zu halten. Innerhalb von 0,9 Sekunden kreuzten alle drei die Ziellinie. Die Division III wurde von MSC O Fahrer Daniel Czanderle dominiert. Samantha Back schob sich zwar immer dichter an ihn heran, zu einem Positionswechsel hätte die Messebau Pilotin aber noch einige Runden benötigt. Rang drei ging an Christopf Wolfart von den MSC O Slalom Kids.
Der zweite Lauf war dann nicht mehr so spannend. Alle Sieger hatten ihre Divisionskollegen deutlich im Griff. Dominik Buss (Honda Spirit) vor Andreas Sulzer (ATW) und Ralf Meyer (Fahrschule Bolz) lautete der noch engste Zieleinlauf der Div.I. Pascal Carsten (Zehn Gebote) hatte leichtes Spiel in der Div.II 6,7 Sekunden Vorsprung vor Cool Running Pilot Moritz Krüger und MSC O Fahrer Philip Stein. Noch deutlicher der Zieleinlauf der Division III Piloten. Javier Jeminez (MSC O Junior) gleich 12 Sekunden vor Mario Manthey (Messebau) und Fabian Bauer (ADAC Pfalz) lautet die Reihenfolge nach 15 Minuten plus 1 Runde.
Frank Jelinski
|