AEM

News

GTC

GTR

 

 

     

Service

Termine
Race Info
Börse
 
Bilder
Video
Links
 
News Archiv

GTC

Reglement
Nennformulare
Teams
Ergebnisse
Meisterschaft
Driver Cup
Preisgeldcup
Hall of Fame
Statistik
Archiv
GTC-Beirat
AEM-Team
Erfahrungs-
berichte der
Teams
 

GTR

ADAC-GTC 24h von Templin.

Die Scuderia wie (Toro) Rosso,

der Rennsport schreibt die schönsten Geschichten. Über 20 Jahre versuchte das Minardi Team in der Formel 1 einen Sieg zu erreichen. Nach 345 GP Starts wurde aus Minardi - Torro Rosso. Weitere 40 Starts später war es dann so weit. Sebastian Vettel siegte im September 2008 im Parco di Monza und holte damit den ersten Sieg für das Italienische Team.

Die Parallelen zum Berliner Scuderia Nove Rosso GTC Team, sind verblüffend und das nicht nur bei dem Teamnamen. Fast schon GTC Gründungsmitglied (seit 1999 dabei) und bei 61 GTC Starts, nie auf der obersten Stufe des Podestes. Immer am absoluten Minimum operierend, gelang es Nunzio Giusa dennoch Jahr für Jahr ein Team an den Start zu bringen. Am fahrerischen Potential lag es nicht. Schließlich gelang Sohnemann Danny Giusa der Sprung ins Nationalteam, wo er seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Eher schon am Material. Über Zipkart, Sodi und Gold-Kart, fuhr man jeweils Chassis die nicht unbedingt GTC tauglich waren, aber einen entscheidenden Vorteil hatten. Sie waren günstig zu kriegen. In diesem Jahr nun setzt man auf bewährtes. Ein 3 Jahre altes Kombi WF mit einem gut erhaltenen Honda 390. Dazu, endlich mal ein vernünftiges Budget. Mit knapp € 8500,00 versucht man die komplette Saison zu stemmen. Pro Team, nicht pro Fahrer. Die passende Fahrerbesetzung sorgte nun dafür, dass der erste Sieg kein Zufall war. Schon in Bopfingen deutet man mit Rang zwei an, was von der Scuderia dieses Jahr zu erwarten ist. In Templin gelang den Berlinern bereits das zweite Rennen, bei dem man die Werkzeugkiste während der gesamten Distanz nicht öffnen musste. Weil auch der Speed stimmte konnte man sich, bei jedem noch so kleinen Problem der Konkurrenz, Runde um Runde vom Feld absetzen und gewann locker das erste Mal in der GTC. Dass dies ausgerechnet bei einem 24her geschah, macht den Erfolg noch süßer. So gönnte auch jeder im Fahrerlager der sympathischen Truppe den Sieg. Wenn nun noch, ihr notdürftig zusammengeflickter Transporter, die übrigen GTC Austragungsorte pünktlich erreicht, muss man die Scuderia auf dem Zettel haben wenn man über die Meisterschaft spricht.
Diesen Kampf, hat das in Templin zweitplatzierte Team von Messebau Racing, längst noch nicht aufgegeben. Warum auch, Sieg in Bopfingen und Platz2 in Templin, macht lediglich 6 Punkte Rückstand auf die Berliner Tabellenführer. In Templin lief es eigentlich ganz gut. Ein zwei kleinere Zeitstrafen, eine gebrochene Rückholfeder. Alles nur Kleinigkeiten die an diesem Tag aber ausreichte um aus dem Windschatten der Scuderia zu rutschen. Nach hinten musste man auch noch auf die aufmüpfigen Slalom Kids des MSC Oberflockenbach aufpassen. Obwohl im Ziel vier Runden zurück, lauerten die Odenwälder ständig auf die Chance noch einen Platz gut zu machen. Platz vier und fünf gingen an die Kart Academy und MJ Racing. Für beide war mehr drin, Bei der Kart Academy verhinderte ein gebrochener Rahmen eine bessere Platzierung, bei MJ war es gleich zweimal eine zerbröselnde Kupplung. Noch schlimmer erwischte es den Rookie von Magirus Bulls. Mit ihrem neuen Parolin Chassis hatten sie vor allem Kettenprobleme. Wenigsten fanden sie zum Ende den Speed, als sie die letzten Stunden des Rennens zu „privaten“ Tests nutzten.

Die Division II hätte um ein Haar auch Geschichte geschrieben, wenn auch eine unglückliche. Ähnlich wie die Scuderia in der Div.III fuhren hier die Zehn Gebote langsam aber beständig auf und davon. Zwar konnte der MSC Oberflockenbach vom Speed her folgen, aber die Odenwälder, wie fast das gesamte Feld der Briggs Fraktion, sahen sich ständig von kleineren und größeren Problemen genervt. Das fing bei der #34 schon in der Einführungsrunde an, als sich der Heckauffahrschutz löste. Dazu musste das schnellste der zwei Oberflockenbacher Teams gleich zweimal von der Strecke geborgen werden. Solar Power by Scharmüller/A fiel als Dreirad auf, bei Cool Runnings zerbröselte der Rahmen und das Live Strip-Racing Team haderte mit dem Speed. Bei den Zehn Geboten langweilte man sich. 22 Stunden nur Routinestops. Keine taktischen Fehler und die Kollegen schwächelten. Nach 22 Stunden betrug ihr Vorsprung satte 12 Runden. Aus heiterem Himmel dann, kotzte der Zehn Gebote Briggs sein Innenleben auf die Strecke und verweigerte den Dienst. Alarm, in der Boxengasse. Was nun folgte, raubte den Verfolgern den letzten aufkommenden Hoffnungsschimmer. Kart von der Strecke bergen, Motorwechsel, dann kann man ja auch gleich Nachtanken, wieder raus auf die Strecke und eine Runde fahren. Die Uhr für die gesamte Aktion blieb bei 5 Minuten und ein paar zerquetschte stehen. Unglaublich! Szenenapplaus der Kontrahenten. Es blieben knapp 5 Runden Vorsprung übrig, wovon man bis zum Schluss noch eine opferte um einen lockeren Sieg zu feiern. Der TK übrigens, sicherte sich das verrauchte Triebwerk zur Nachkontrolle. Leider gab es dort kein nennenswertes Innenleben mehr, welches man mit Mess- und Schieblehre traktieren konnte. „Kernschrott“ Der MSC Oberflockenbach nahm es dann locker. Platz 2 und weiterhin führendes Team in der Meisterschaft. Alles im Plan. Die Heilbronner Live-Strip Mannschaft rollte als drittes Team über den Zielstrich. Nun muss man eben das Bavarian 24h gewinnen. Einmal im Jahr will man ein 24her gewinnen. Nachdem dies am Ring und in Templin noch nicht gelang hofft man auf Wackersdorf. Vierter wurde das zweite Odenwälder Team des MSC vor den Jettenburger Cool Runnings. Dem zweimaligen Div.III Champ fehlte in Templin ½ Sekunde und nach dem Rennen ein Rahmen. Der Meisterrahmen hatte genug der Strapazen und zeigte sich zerrissen. Die ½ Sekunde will man bis Wittgenborn wieder wettmachen und das alte Kart bekommt einen Platz in der Hall of Fame in ?????.

Ganz anders verlief das Rennen der Division I. Bei den Zweimotorigen Karts sah man über die gesamte Distanz ständige Führungswechsel der 5 Topmannschaften. Ganz nach dem Motto, wer will noch mal - wer hat noch nicht, gaben die jeweils Führenden den Ball weiter. Dabei sah alles nach einem lockeren Duschmarsch des Auftaktsiegers, Team VPA/Kirchheim aus. Zumindest nach dem Training und den Anfangsrunden. Superschnell unterwegs, ausgeglichen besetzt, wer will da Bitte schön einen Doppelsieg verhindern? Na, vielleicht die Fahrschule Bolz aus Kiel. Die konnte im Rennen plötzlich den Speed der VPA´ler mitgehen, bis massive Aussetzer an einem Treibwerk zu mehreren unplanmäßigen Stopps in der Boxengasse führten. Nur kurze Zeit später wurde man beim VPA Team vom selben Phänomen genervt. Der amtierende Champ von ATW Racing ließ sich nicht lange Bitten und übernahm erst mal die Führung. Pünktlich zum Sonnenaufgang wechselte man bei ATW auf frische Pneus um den Vorsprung auszubauen. Doch von da an lahmte auch ihr „Gaul“. Nicht schlimm, nur ein wenig, aber dies reichte um eine entfesselt anglühende Truppe von Honda Spirit im Genick zu spüren. Hier war es der junge Dominik Buss der dem Honda Spirit Ross gehörig die Sporen gab. Kurzerhand wurde er bis zum Rennende zu mehreren Doppelturns gebeten, die er dazu nutzte an ATW vorbei zu galoppieren und sich und seiner Mannschaft den ersten GTC 24h Sieg zu sichern. Ein zweiter Dominik war noch einen Tick schneller. Dominik Glaubach vom Messebau Racing Team 1 erhielt die Trophäe für die schnellste Rennrunde. Sein Team fuhr ein unauffälliges Rennen und wurde am Ende Dritter hinter ATW Racing. Die Messebauer hatten sich vor dem Rennen, zwei neue Rahmen in Holland schweißen lassen und ein neu aufgebautes Kart auf dem letzten Drücker nach Templin gebracht. Nun ist der gewohnte Speed wieder da und bei den nächsten Rennen muss man auch die Sinsheimer zu den Siegkandidaten zählen. Der Meisterschaft tat dies alles sehr gut. Honda Spirit führt mit vier Zählern vor dem VPA Team. Nur weitere drei Zähler zurück ATW/Racing. Fünf hinter ATW und zwölf Punkte auf Honda Spirit, das ist der minimale Rückstand der Fahrschule Bolz aus Kiel. Von hinten kommen dann noch die Messebauer. Das kann ja lustig werden bei den nächsten beiden GTC Rennen im Juli.

Frank Jelinski

 
Dunlop
mylaps
 
werbung